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Gueridon mit Dreibeingestell aus geschwärztem Holz, verziert mit vergoldeten Bronzen und mit einer runden Platte aus schwarzem Marmor mit Intarsien aus Mikromosaikmedaillons mit polychromem Dekor, die die berühmten Monumente von Rom illustrieren.
In der Mitte befindet sich eine Perspektive des Petersplatzes. Rundherum befinden sich sechs Medaillons, die die Ruinen des Vestatempels, das Pantheon, den Titusbogen, das Kolosseum, den Kapitolsplatz und den Tempel des Herkules Olivarius darstellen. Das Ganze wird von einem Gürtel aus roten Marmormosaiksteinen umrandet.
Römische Arbeit um 1820/1830.
Höhe: 73 cm.
Durchmesser: 63,5 cm.
Um 1730 entdeckte Alessio Mattioli, wie man durch verschiedene Verfahren, bei denen Glasteile miteinander verschmolzen wurden, Mosaiksteine aus Glas herstellen konnte, die sich nicht in der Farbe veränderten.
Giacomo Raffaelli (1753-1836) brachte die Technik des Mikromosaiks wieder auf den neuesten Stand, indem er diese Glasmosaiksteine, smalti filati, verwendete, die oft nur einen Millimeter dick waren. Diese Mosaiksteine werden dann mithilfe von Kitt fixiert. 1775, im Alter von 22 Jahren, veranstaltete er in seinem Atelier in Rom die erste Ausstellung von Miniaturmosaiken, die nun als Mikromosaike bezeichnet wurden. Die Ausstellung war ein großer Erfolg und führte ihn zu einer glänzenden Karriere, in der er viele verschiedene Werke schuf.
Das Mikromosaik erlebte sein goldenes Zeitalter Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit der Grand Tour besuchte die europäische Aristokratie die italienischen Städte und insbesondere Rom. Sie trug zur Entstehung der Werkstätten bei, in denen diese Reiseandenken aus Mikromosaik hergestellt wurden. Im Jahr 1820 gab es in Rom mehr als 20 Werkstätten. Dort wurden Schmuck, Papierplatten, Schachteln aus Mikromosaik und für die Wohlhabenden auch Möbel und Gemälde hergestellt.
Das Mikromosaik ist in vielen Museen vertreten: Victoria & Albert Museum, Minoritenkirche in Wien, Eremitage in St. Petersburg,...
Ref: 7RXYPS3OT4