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Springkommode aus Lack nach japanischer Art.
Sie steht auf vier geschwungenen Beinen und öffnet an der Vorderseite zwei Schubladen mit versteckten Querstreben und je einem Schlosseingang aus vergoldeter Bronze. Die Vorderseite ist reich mit einer großen, vergoldeten und bewegten Kartusche verziert. Darin ist ein exotisches Dekor aus Blattwerk, Blumen und Vögeln gemalt. Diese Arbeit ist typisch für unseren Tischler, der sich von japanischen Arbeiten inspirieren ließ, die damals sehr in Mode waren, und wir können seine Kommode mit der im Museum von Cleveland aufbewahrten Kommode vergleichen.
Die vergoldeten Bronzeschuhe greifen pflanzliche Formen auf. Die drei Fronten sind gewölbt und die Schürze nimmt die gewundene Form der Kartusche auf. Ein Bronzenetz zeichnet ihre Kante nach.
Die Kommode wird von einem roten belgischen Marmor gekrönt, der wie ein Korbschnabel geformt ist.
Adrien Delorme stammte aus einer Handwerkerfamilie, deren ursprünglicher Name Faizelot lautete. Er ließ sich in der Rue du Temple nieder und war dort als Möbelhersteller und -händler tätig. Im August 1768 wurde er als Geschworener in die Gemeinschaft der Tischler-Ebenisten gewählt. In den Almanachen der Zeit wird er als "einer der geschicktesten und renommiertesten für Intarsienarbeiten" bezeichnet.
Sein Werk, das von großer Fantasie zeugt, zeichnet sich vor allem durch geschwungene Kommoden im Stil Ludwigs XV. aus. Er verzierte seine Möbel mit Lackdekoren aus China und Japan, mit europäischen Lacken oder mit Blumen- oder geometrischen Einlegearbeiten. Diese Kompositionen werden häufig durch Einfassungen aus gewundenen Ranken ergänzt, wie es hier der Fall ist. Diese Ranken, die auf einem Hintergrund aus Fischgrätfurnier in kontrastreichen Tönen angebracht sind, waren damals das Lieblingsdekor von Adrien Delorme.
Louis XV
H. 81 x B.97 x. T.54 cm.
Gebrauchter Zustand
Ref: UUDLH9353G